Am Freitag, den 17. Juni bin ich dann nach Aegina gefahren, wo das Treffen des europäischen Attac-Netzwerkes stattfand. Der Freitag selbst war recht unspektakulär, da ich vor allem mit der Reise und der Vorbereitung des Treffens beschäftigt war. Erfreulicher Weise hatte ich auch noch die Gelegenheit, eine Stunde am Strand zu verbringen.

Um 17.30 Uhr hat dann das Treffen begonnen. Ich werde die Inhalte das Treffens nur kurz skizzieren, da es ein ausführlicheres Protokoll geben wird. Am Auftaktabend gab es einen sehr interessanten Input von Attac Hellas, der die Situation im Land dargestellt und die Positionen von Attac Hellas dargestellt hat. Zwei Punkte fand ich dabei besonders interessant: es gibt eine stark europaorientierte Haltung und eine entschiedene Ablehnung der aktuellen Privatisierungsbestrebungen. Griechenland hatte bereits in den 1990er Jahren eine sehr starke Privatisierungswelle. Nun sollen vom ohnehin geringen restlichen Staatseigentum rund 25% verkauft werden. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um wichtige öffentliche Dienstleistungen und strategisch relevante Betriebe / Sektoren. Da die Frage der Privatisierung im Fall von Griechenland unter Linken in Deutschland sehr kontrovers diskutiert wird, hat mich die klare Haltung unserer griechischen FreundInnen fast überrascht. In der folgenden Tabelle findet ihr eine Übersicht über die aktuellen Privatisierungsvorhaben aus der Präsentation von Attac Hellas.

Die anschließende Diskussion hat sich dann stark auf die Euro-Frage konzentriert. Wir haben sehr kontrovers und ohne wirklich greifbares Ergebnis diskutiert. Dabei war die Frage allerdings weniger: ja oder nein, sondern: ja, aber anders oder keine Position, weil die Frage ist, was man daraus macht (eine soziale und ökologische Politik geht sowohl mit als auch ohne Euro). Letzteres wird zwar allgemein als nicht wirklich befriedigend empfunden, scheint aber ein plausibler Umgang zu sein, wenn man sich auf keine klare ja oder nein-Position einigen kann.