Aktionen in über 900 Städten in 80 Ländern, 50 Städte in Deutschland dabei, große Demonstrationen in Berlin und Frankfurt. Was für ein Aktionstag! Ein kleiner, aber feiner Beitrag war die Attac-Krisenanhörung im Berliner GRIPS-Theater, an der rund 400 Menschen teilnahmen.

Im ersten Teil haben Gäste aus Spanien, Griechenland und Island über die sozialen Folgen von Krise und Krisenpolitik in ihren Ländern gesprochen und mit dem Publikum diskutiert. Dabei wurde ganz deutlich, dass die Menschen, die in den verschiedenen Ländern Widerstand leisten, einen gemeinsamen Kampf gegen einen globalen Angriff auf soziale Errungenschaften und demokratische Teilhaberechte kämpfen.
Im zweiten Block sind wir mit drei ExpertInnen in die Krisenursachen und die politischen Alternativen eingestiegen. Harald Schumann hat dabei auf Demokratiedefizite hingewiesen, die einer vernünftigen Lösung der Krise im Weg stehen. Nicola Liebert hat deutlich gemacht, welch zentrale Krisenursache in der ungleichen Vermögensverteilung liegt. Virginie de Romanet hat einen Schuldenaudit und eine Aberkennung illegitimer Schulden gefordert.

Anschließend gab es noch fünf Workshops, in denen ganz verschiedene Themen besprochen wurden. Dann musste es schnell gehen. Die Global Change-Demo war früher am Kanzleramt als gedacht. Dort sollte eine gemeinsame Kundgebung stattfinden. Die meisten Hearing-TeilnehmerInnen sind dann gemeinsam aufgebrochen und haben sich an der Kundgebung beteiligt. Christoph Mayer hat dort eine wunderbare Rede über die schändliche, deutsche Krisenpolitik und die systemischen Ursachen der Krise gehalten.

Die Anhörung war ein Teil der vielfältigen Aktivitäten in Berlin. In den Medien stieß sie auf viel Interesse und ich denke, es ist uns gelungen, ein paar gute, inhaltliche Akzente zum Aktionstag beizusteuern.