Heute ist nationaler Feiertag, das Ende des Ramadan. In Kenia haben etwa 70% der EinwohnerInnen christliche Konfessionen, 20% sind Muslime, 10% leben traditionelle afrikanische Naturreligionen. Nationale Feiertage sind aus verschiedenen Religionen ausgewählt. Weihnachten für Alle, Ostern für Alle und heute eben Idd ul-Fitr, das Fastenbrechen für Alle.

Hier wohnt Carolin.

Wunderschoene grasgedeckte Huette. sechseckig und gemuetlich

Dank der Gastfreundschaft der Waldorfschule konnten wir dem Bonzenviertel nach nur einer Nacht hinter bewachten Rolltoren wieder „Adé!“ sagen. Ich schreibe die Zeilen in einer allerliebsten sechseckigen Hütte, die für die nächsten Wochen unsere Unterkunft sein wird. Hier war bis vor einiger Zeit der Kindergarten der Schule untergebracht, als er zu gross wurde, gab es einen Neubau. Seit etwa 15 Jahren gibt es die Rudolf Steiner Schule hier. Besucht wird sie von 300 Kids, aus wohlhabenden und armen Familien, aus christlichen und muslimischen. Täglich holen mehrere kleine und ein großer Schulbus die Jungen und Mädchen ab, etwa 40 Kinder jeden Geschlechts wohnen in den beiden großen Schlafhäusern bei der Schule. In einem der großen Schlafräume der Jungen haben auch Mathis und Oliver Quartier bezogen.

Ich sitze jetzt wieder in einem Internet-cafe in Nairobi. Um hierher zu kommen, sind wir mit einem Tiki-tiki gefahren, einem Motorradtaxi, das Alexis und mich hinten drauf genommen hat bis zur Abzweigung, ab der die Busse und Matatus fahren. Gleich treffen wir Wangui, um mit ihr einen der Slums der 4-Millionen-Stadt zu besuchen.

Kwa heri!