Am Samstag stand vormittags die Frage nach dem Umgang mit der europäischen Austeritätspolitik auf der Tagesordnung. Nach kurzen Inputs aus Frankreich und Deutschland wurden Ideen gesammelt. Wir haben in diesem Rahmen die Idee eingebracht, ein Tribunal zu veranstalten, um die Verantwortlichen für die Schuldenkrise zu entlarven. Damit haben wir viel Zuspruch erhalten.

Im weiteren Verlauf des Tages ging es dann zunächst um die G20 Mobilisierung, die ENA, das globale Attac-Treffen, die Aktion am 24.6., die Coalition of Resistance, Genova 2011, Joint Social Conference, Weltsozialforum etc. Zu all diesen Punkten gehe ich jetzt nicht ins Detail, sondern verweise einfach auf das Protokoll das noch kommen wird.Der Tag war ziemlich anstrengend: Sitzung von morgens um 9.00 Uhr bis abends um 20.00 Uhr, alles auf Englisch, dazwischen Arbeit an der Presseerklärung etc. Als Neuling bei einem Attac-Sem-Treffen war ich dabei von der professionellen und konzentrierten Arbeitsweise sehr angetan. Alle Diskussionen waren sehr zielorientiert, teilweise sehr kontrovers, aber immer respektvoll.

Abends waren wir noch gemeinsam Essen und haben einen Spaziergang gemacht. Dabei kamen wir auch an einem Public Viewing mit dem Film „Deptocracy“ vorbei. Der Film scheint in Griechenland gerade der Renner zu sein. Auf einem kleinen Platz wurde er an die Wand einer Ruine geworfen. Das passiert derzeit wohl überall in Griechenland und stößt auf großes Interesse.