Folgender kurzer und interessanter Bericht kam gestern von Hugo Braun, der gerade anlässlich des zehnten Jahrestages der Proteste gegen den G8-Gipfel 2010 in Genua weilt:

Mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begehen die sozialen Bewegungen Italiens in diesen Tagen den 10. Jahrestag der großen Massendemonstrationen gegen den G8-Gipfel im Juli 2001, in deren Verlauf massive Repressionsmaßnahmen der

Polizei in den Todesschüssen auf den jungen Demonstranten Carlo Guiliano gipfelten. In einem Forum einer breiten Koalition von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen werden bis zum Sonntag mehr als 100 Workshops und Konferenzen veranstaltet, in deren Mittelpunkt die dramatische Kürzungspolitik der Regierung Berlusconi steht. Aber auch die Bedrohung der Demokratie durch staatliche Gewalt und Rechtsentwicklung stehen auf der Tagesordnung. Am Todestag Carlo Guilianos fand eine Kundgebung am Ort der tödlichen Polizeischüsse statt. Am Abend des 21. Juli wurde in einem Schweigemarsch der Opfer jenes brutalen Polizeimassakers in der Schule Diaz gedacht, wo eine Sondereinheit der Polizei über schlafende Teilnehmer des Gegengipfels hergefallen war.

Attac Italien und Attac Deutschland veranstalteten mehre gemeinsame Workshops zur Eurokrise und zur Rolle der sozialen Bewegungen bei der Bewältigung der Krisenfolgen.