Seit Samstag gibt es auch in Berlin eine Acampada nach Vorbild der spanischen Demokratiebewegung. AktivistInnen der auch in Deutschland immer mehr Zuspruch findenden Bewegung halten seitdem einen Teil des Alexanderplatzes besetzt. Ich war heute dort, um herauszufinden, wie Attac sie am besten unterstützen kann.

Die Antwort viel den AktivistInnen nicht schwer: Wir müssen mehr werden, kommt zu uns auf den Platz! Von Anbeginn sieht sich die Acampada einer Fülle von Schikanen durch die Staatsmacht ausgesetzt, obwohl es anscheinend in der Zwischenzeit sogar eine mehrtägige Genehmigung des Bezirksamtes gibt. Die Staatsmacht vor Ort legt diese aber äußerst eng aus und ist z.B. der Meinung, dass man damit nicht einmal Transparente aufhängen, geschweige denn Zelte aufbauen darf. Echte Demokratie in Berlin? Wenn überhaupt, dann nur auf maximal 2 Quadratmetern und gut bewacht von mindestens einem Dutzend Polizisten. Könnte ja sonst gefährlich werden…

Begonnen hatte alles am Samstag. Da fand eine große Party statt, zu der 500 Menschen auf den Platz kamen.

Anschließend entschlossen sich einige, die Nacht auf dem Platz zu verbringen. Auf diesem Video könnt Ihr sehen, wie es dort am ersten Tag zuging:

http://www.youtube.com/watch?v=rB0w5y4kJfw

Um gegen die Behandlung der DemokratieaktivistInnen zu protestieren, hat Attac Deutschland heute Abend eine Pressemitteilung verfasst, mit der wir gegen die Behandlung des Camps protestieren. Wer sich über das Camp aus erster Hand informieren will, der kann das über ihre Website tun. Und wer gerade in Berlin ist, der macht sich am besten auf dem schnellsten Weg zum Alex.